Warum wir hier keine eigene Datenbank anbieten
Ehrlich gesagt: Es gibt keine zentrale, öffentlich zugängliche und aktuelle Datenbank, die jede deutsche Postleitzahl exakt abdeckt — Wasserhärte wird von hunderten einzelnen Wasserversorgern festgelegt und kann sich sogar innerhalb einer Postleitzahl je nach Wasserwerk und Ortsteil unterscheiden. Statt dir hier geschätzte oder veraltete Zahlen zu präsentieren, verweisen wir lieber auf die Quellen, die es wirklich genau wissen.
Die zuverlässigsten Quellen
Dein örtlicher Wasserversorger (Stadtwerke)
Die genaueste Quelle überhaupt. Viele Stadtwerke bieten eine Straßen-genaue Abfrage auf ihrer Website oder in ihrer App an (z. B. Stadtwerke Erfurt, STAWAG Aachen, Gelsenwasser). Einfach "Wasserhärte" + deine Stadt googeln.
wasserhaerte.de
Kostenloses bundesweites Verzeichnis nach Postleitzahl, das dir zusätzlich deinen zuständigen Wasserversorger nennt.
BWT Härtegrad-Finder
PLZ-basierte Abfrage eines etablierten Wasseraufbereitungs-Herstellers, deutschlandweit nutzbar.
Verbraucherzentrale
Allgemeine, unabhängige Einordnung der Härtebereiche und was sie bedeuten — gut zum Verständnis, aber ohne PLZ-Abfrage.
Härtebereiche zur Einordnung
| Härtebereich | °dH | mmol CaCO₃/l |
|---|---|---|
| Weich | 0 – 8,4 | < 1,5 |
| Mittel | 8,4 – 14 | 1,5 – 2,5 |
| Hart | > 14 | > 2,5 |
Zum Vergleich: Die meisten Süßwasseraquarien mit friedlichem Gesellschaftsbesatz fühlen sich bei 6–12 °dGH wohl — mehr dazu in unserem GH-Artikel.
Was du mit dem Wert dann machst
Sobald du deine tatsächliche Wasserhärte kennst, kannst du gezielt entscheiden: Bei sehr hartem Leitungswasser und weichwasserliebenden Arten lohnt sich Osmosewasser zum Verdünnen. Bei sehr weichem Wasser und hartwasserliebenden Arten (z. B. Malawi-Cichliden) hilft gezieltes Aufhärten. Miss trotzdem regelmäßig direkt im Becken nach — offizielle Angaben zum Leitungswasser sagen nichts über eventuelle Veränderungen durch deinen Bodengrund oder deine Dekoration aus.